Persönlich, Vereinbarkeit
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Wie es ist, trotz Kind nicht zu Hause sein zu können

Das Babykind steckt die Hand aus

Ich war allein. Allein zum Arbeiten in einer anderen Stadt, eine Woche lang. Das ist nicht außergewöhnlich, ich weiß. Obwohl ich eigentlich in der komfortablen Situation bin, trotz meiner Arbeit recht viel zu Hause sein zu können.

Aber seit es das Babykind gibt, bin ich gar kein Fan so langer Abwesenheit mehr. Die Gründe sind vielfältig.

Natürlich, an erster Stelle, das Vermissen. Tage ohne das Babykind sind keine so ganz guten Tage, dafür mag ich ihn viel zu sehr. Das Lachen, die Geräusche, das tägliche Entdecken und Ausprobieren.

Wenn ich weg bin, bedeutet das aber auch, dass Mama allein ist. Sie muss dann alles machen und ich kann nicht helfen. Was in anderen Familien durchaus normal ist – der Mann geht arbeiten, die Frau bleibt zu Hause bei den Kindern – ist bei uns eben die Ausnahme. Und das ist auch gut so. Wir wollen beide alles machen und uns so gegenseitig unterstützen.

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Immer dann, wenn ich von einer Reise zurückkomme, merke ich, wie sehr das Babykind eigentlich unsere Dreifaltigkeit hier zu Hause genießt. Bin ich nach längerer Abwesenheit wieder da, darf einer von uns manchmal gar nicht mehr den Raum verlassen. Wir müssen dann alles zu dritt machen, sonst gibt es schlechte Babylaune. Sehr auffällig.

Ganz doof ist es aber dann, wenn das Babykind genau an den beiden Tagen, wenn ich mal verreist bin, etwas ganz tolles Neues lernt. Und ich es nur erzählt bekomme. Dann denke ich an meinen Papa und dass er quasi immer weg war. Er hat viele erste Momente bei seinen Kindern verpasst. Wir hatten da maximal eine Wochenendfamilie, die eben auch nicht gehalten hat. Und das ist etwas, das will ich ganz und gar nicht.

So freue ich mich zwar über jeden Job, bei dem ich spannende Dinge tue und Geld verdiene, aber es ist doch jedes Mal schwer zu gehen.

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