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Was in acht Monaten als Papa alles passiert ist

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Mein Kopf ist im Verdrängen 1A. Eigentlich wollte ich damit beginnen, aufzuschreiben, was ich mir vor der Geburt unseres Babykindes für Gedanken gemacht habe. Über uns, was sich ändern wird und wie wir wohl mit Kind leben werden.
Natürlich habe ich alles vergessen.

Schmeißen wir also die Erwartungen über Bord und betrachten ganz nüchtern, was sich in sieben Monaten verändert hat.

Ich bin mit Kind in der Öffentlichkeit entspannter. Früher war ich mir selbst öfter peinlich. Keine Ahnung warum. Jetzt, mit Babykind, mache ich Faxen, rede mit ihm viel, wenn er in der Trage ist und summe und pfeife, egal wer in der Nähe steht. Da überrasche ich mich regelmäßig selbst.

Ich vertraue noch mehr als sonst auf meine Intuition. Natürlich habe ich auch lauter Dinge gelesen, wie man was in welcher Situation mit Kind richtig macht. Obwohl es fast kein „richtig“ gibt. Vor kurzem hatten wir einen Tag, an dem es dem Babykind gar nicht gut ging. Es hat Stunden geschrien, weil ihm etwas weh tat. Ob es Zähne waren, wir wissen es nicht. Meine Intuition sagte mir aber, dass es nach fünf Stunden schreien gut wäre, ein Zäpfchen zu geben. Haben wir dann auch gemacht. Und es war die richtige Entscheidung. Das fühlt sich gut an und bestärkt mich, weiter auf mein Bauchgefühl zu hören.

Bis vor sieben Monaten habe ich kaum an die Zukunft gedacht. Bezogen auf mich hat sich daran jetzt auch nicht viel geändert. Aber so ein Baby wird ja groß, entwickelt sich immer weiter. Da kommt man schon mal in die Verlegenheit sich zum Beispiel auszumalen, wie es ist, wenn er in die Schule geht. Welche Schule? Wo wird die sein?
Oder wie wir Dinge bezahlen. Das Geld wird ja nicht automatisch mehr, wenn man ein Kind hat. Da verschwende ich jetzt tatsächlich Gedanken dran.

Und sonst so?

Seit zwei Monaten essen wir regelmäßiger Selbstgekochtes und vor allem viel öfter warm. Gekocht habe ich früher auch, aber sehr selten und eher aufwändig.

Da wäre natürlich noch, dass wir umgezogen sind. Andere Stadt, größere Wohnung, näher an unseren Familien. Das war die beste Entscheidung des Jahres. Heute meinte die Babymama zu mir, das wir in der alten Wohnung sonst sicher schon verrückt geworden wären.
Damit hat sie recht. 45qm inkl. lauter Nachbarn wäre mit einem Baby für uns nicht länger zu machen gewesen.

Mein Tagesablauf hat sich nicht nur verschoben, er ist auch routinierter geworden. Zumindest stellenweise.
Bin ich früher eher nach Mitternacht ins Bett gegangen, hat sich jetzt 23 Uhr eingepegelt. Bisher geht das Baby 19 Uhr schlafen, so dass mir noch knappe 4 Stunden Zeit zum produktiv arbeiten bleiben. Das mit der Produktivität klappt mal mehr, mal weniger gut. Insgesamt würde ich aber sagen, dass es schon gut tut, zu wissen, dass ich ab einer bestimmten Uhrzeit Zeit habe. Etwas, das wir für meine Freundin auch noch hinbekommen müssen.

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