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Unser Einschlafritual oder Wie das Baby in den Schlaf findet

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Ob ein Baby das Durchschlafen lernen kann, ist bekanntlich recht umstritten. Dass es einen Unterschied zwischen Tag und Nacht gibt, muss aber jedes Baby lernen. In den ersten Lebensmonaten ein Thema, das ganz weit weg ist. Geschlafen wird eh immerzu und irgendwie. Aber der Moment kommt, da schläft das Kind eben nicht mehr unregelmäßig. Ab da gibt es dann das Ins-Bett-gehen, so wie bei uns Großen auch.

Bei unserer kleinen Familie hat es eine ganze Weile gedauert, bis wir einen verlässlichen Weg gefunden haben, wie das Babykind schnell gut einschläft. Ein bisschen inspiriert ist unsere Routine von Anna Frost. Sie hat im Mai einen langen Artikel über die Einschlafroutine mit ihrer Tochter Emma geschrieben.

Unser Ritual am Abend

Wir haben ein kurzes Ritual, das aber für uns und das Baby sehr gut funktioniert. Voraussetzung ist natürlich, dass wir erkennen, wann das Baby überhaupt müde ist. Ritual bedeutet bei uns nicht, dass es immer zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett geht. Wir achten schon darauf, wie die Laune des Babysohns und wie lange sein Mittagsschlaf her ist. Bei uns hat sich zwischen 18 Uhr und 19 Uhr eingependelt. Vor 18 Uhr beginnen wir nicht mit dem Ritual, da wir sonst um 4 Uhr von Klatschen und Quieken geweckt werden würden. Das will niemand.

Die Müdigkeitsanzeichen sind recht eindeutig. Gähnen, Augen- und Ohrenreiben. Die Klassiker eben. Dann geht es bei uns recht schnell zum Wickeln und Schlafanzug anziehen, bevor das Kind vor Müdigkeit wieder aufdreht. Am Wickeltisch beginnt das abendliche Ritual. Als kleinen Witz haben wir ausgemacht, dass die grünen Windeln von Lilliydoo am Tag und die weißen mit Pusteblumenmuster in der Nacht getragen werden. Die strahlen mehr Ruhe aus.

Während einer von uns beiden wickelt, bereitet der andere eine Gute-Nacht-Flasche vor. Die ist der wichtigste Teil des Rituals und meist die initiale Einschlafhilfe. Mit Flasche und Kind im Arm geht es dann ins Schlafzimmer. Im Zimmer spendet nur eine kleine Lichterkette Licht, die ich unter unserem Bett installiert habe.  In der Tür verabschieden wir uns von Mama oder Papa, je nachdem, wer draußen bleibt. Meist gibt es hier noch einmal einen herzhaften Lacher zur Verabschiedung. Tür zu und ab zum Fenster. Wir machen mit dem Baby auf dem Arm die Rollos herunter und sagen der Welt laut gute Nacht.

Beistellbettchen und Schlafsack sind die nächsten Stationen. Wir benutzen keine Decke, keine Kissen oder Kuscheltiere. Ich glaube auch nicht, dass so etwas ein kleines Baby braucht – erst recht nicht zum Einschlafen. Das würde nur ablenken und zum Spielen einladen.

Sehr lustig ist, dass der Babyjunge, sobald er liegt, auf seine Vitamin D Tablette wartet. Die schieben wir ihm in den Mund und ziehen nebenbei die Spieluhr auf. Er nuckelt kurz auf der Tablette herum und erwartet dann die Flasche.

Wenn es gut läuft, trinkt er die Flasche in einem Zug leer und wird dabei so müde, dass er tatsächlich am Ende einschläft. Dann braucht es den Nuckel, ohne ihn geht es noch nicht. Schließlich darf er den auch tagsüber jederzeit benutzen, wenn er möchte.

Meist läuft es nicht so glatt. Bringt Mama ihn ins Bett, kuschelt sie noch mit ihm. Ein paar mal hin und her drehen, manchmal auch ein kurzes Aufsetzten, wieder hinlegen, etwas quengeln, dann ist meist Ruhe. Bei mir funktioniert das mit dem Kuscheln nicht. Ich weiß nicht woran es liegt, aber der Babyjunge will bei mir lieber in Ruhe daliegen und so einschlafen. Mir soll es recht sein, Hauptsache er schläft ein. In der Regel ist das Kind nach 30 Minuten im Traumland und wir können das Babyfon anschalten und haben Feierabend.

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