Entwicklung, Persönlich

Meine Papagefühle, wenn das Kind nur zur Mama will

Babykind- und Papahand

Unser Sohn ist nun sieben Monate alt. 5 Wachstumsschübe haben wir zu dritt hinter uns gebracht. Das waren immer anstrengende Phasen, vor allem aber war es faszinierend zu sehen, wie viel Neues er danach einfach so konnte. Auf einmal wurden Dinge nicht mehr nur in den Mund gesteckt, sondern von einer Hand in die andere gegeben. Es wurde gerobbt, gekrabbelt und mittlerweile wird gesessen.

Jetzt aber entwickelt sich etwas, das nur vorübergehend sein wird, für mich aber trotzdem etwas schwer zu ertragen ist. Das Babykind mag seine Mama lieber als mich.

Ich merke, dass ich es mit ihm alleine deutlich schwerer habe. Das Babykind kann schon sehr deutlich machen, wann ihm etwas gefällt und wann er unzufrieden ist. Ist die Mama im Raum, ist meistens alles gut. Geht sie aber auch nur kurz raus, merke ich, wie er unruhig wird. Dann sucht er, dreht immer wieder den Kopf und wird nach kurzer Zeit meckerig. Das geht dann ziemlich schnell in lautes Weinen über.
Dann hilft nur: zurück zur Mama.

Mir ist vollkommen bewusst, dass ich deswegen keine schlimme Person für ihn bin. Er lacht mit mir genauso laut, ich darf ihn tragen und mit ihm spielen. Aber alles deutlich kürzer als noch vor einer Woche.
Ich weiß auch, dass er mich sehr mag. Aber das Knutschen, dass er seit wenigen Tagen sehr intensiv macht, macht er hauptsächlich mit seiner Mama. Wenn er beim Hochziehen an Gegenständen wieder umgefallen ist, tröstet Mama deutlich besser als ich.

Ich bin nicht böse, auf niemanden. Das wäre ja auch etwas übertrieben. Aber ich muss zugeben, dass es manchmal piekt. Es geht vorbei und ich freue mich da jetzt schon sehr drauf.

So wie im Moment will ich das auf Dauer nicht.