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10 Monate! Wie sich das Spiel unseres Babyjungen verändert

Das Baby im Spiel mit Nudeln

Hier bei uns verändert sich gerade wieder etwas. Das Babykind ist vor wenigen Tagen 10 Monate alt geworden. Er zahnt – das ist die auffälligste Veränderung. Aber in diesem Beitrag soll es um etwas weniger Offensichtliches gehen: Spielen!

So ein normaler Tag bei uns besteht aus Essen, Spiele und Schlafen. Das ist, natürlich, bei fast allen Familien so. Blenden wir einmal die ersten Monate mit einem Neugeborenen aus. Die sind wild, man bekommt keinen Schlaf und jeder Tag ist irgendwie anders. Das Kind macht nicht viel, spielen und toben sind noch weit weg. Dann aber beginnt diese Zeit mit viel Interaktion. Das Baby kann robben, dann krabbeln, es bewegt sich durch seine Welt. Die Zeit des Entdeckens. Zu Beginn war hinter jeder Ecke in unserer Wohnung etwas, dass unser Babyjunge noch nicht kannte.

Die Spielroutine

Das ist ca. 3 Monate her. Seitdem hat sich eine gewisse Routine eingeschlichen. Das Kind weiß, was wo ist. Es hat fast alles einmal in der Hand gehabt und bestaunt. Das Spielzeug ist sowieso altbekannt. Auch wir Erwachsenen wissen, womit wir den Jungen in welcher Situation bespaßen können. Wenn er alleine in unserer Wohnung unterwegs ist, hat er seine Lieblingsstellen, zu denen es ihn zieht. Papas Bürostuhl, die Waschmaschine, Sideboard im Arbeitszimmer oder der Schrank mit den Töpfen. Für uns ist das wunderbar. Wir können ihn hinsetzen und er beschäftigt sich selbst. Alles vertraut und funktioniert immer.

Seit einer Woche aber verändert sich sein Spiel. Er lässt immer schneller von seinen vertrauten Spielecken und -Gegenständen ab. Nur noch anfassen, aufheben und weglegen reicht ihm nicht mehr. Er will mehr. Mehr aus den Dingen machen, viel mehr Neues entdecken und ausprobieren. Und das in immer kürzeren Abständen. Seine alten Spielsachen reichen nicht mehr.

Die ersten Tage war das schwierig. Er hat ganz viel an unserem Rockzipfel (ich trage allerdings nur Hosen) gehangen. Wir konnten uns kaum ohne ihn bewegen. Er wollte entweder Beschäftigung oder auf den Arm. Mal ist das ja okay, aber wenn du zu gar nichts mehr kommst, nicht einmal dazu, dir einen Kaffee zu machen, ist es anstrengend.

Action statt Unterforderung

Gestern wurde mir dann bewusst, dass er vielleicht unterfordert sein könnte. Dass, was bisher funktionierte, klappt nun nicht mehr. Wir müssen uns Dinge ausdenken, die ihn fordern und ihn intensiver beschäftigen. Ganz begeistert ist er beispielsweise von unserem Wischmopp. Den schiebt er nun schon seit 3 Tagen hoch konzentriert durch die Wohnung – so, als würde er wischen. Dabei muss er Gegenstände umkurven, den Wischer immer wieder anders anfassen und sich ständig im krabbeln neu ausrichten. Das fordert ihn.

Heute habe ich einen Papierflieger gebastelt. Den hat er natürlich noch nicht werfen können. Aber ich sah, dass er bei jedem meiner Würfe nicht nur begeistert war, sondern intensiv erforscht hat, wie ich das mache. Warum fliegt dieses Blatt?

Solche Beschäftigungen müssen wir ab jetzt wohl öfter erfinden. Das ist nicht mehr so bequem wie ihn vor die Waschmaschine zu setzten. Aber es wird dadurch spannender. Wir können mitmachen beim Erforschen. Und so können wir zusammen kreativ werden. Eigentlich genau das, was ich mir immer vorgestellt habe. Ein bisschen muss ich mich noch aufraffen, aber ich freue mich auf die neue Zeit.

Natürlich brauchen wir nun Ideen. Ich werde gleich bei Susanne Mierau gucken, sie hat mittlerweile eine kleine Sammlung an Spielideen für Drinnen. Und wir werden mein Duplo aus dem Keller holen. Damit wird vielleicht noch nicht korrekt gebaut, aber wir wollen ja herausfordern!

Habt ihr Spielideen? Was macht ihr mit euren Kindern ab 10 Monaten? Immer her mit den Anregungen und Links.

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