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Beikost im 8. Babymonat

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Beikost, ein schön kontroverses Thema, bei dem es wieder einmal unzählige Meinungen zu richtig und falsch gibt. Ist natürlich in den meisten Fällen Quatsch, denn außer ein Baby bekommt nur Nutellabrötchen zu essen, gibt es nicht viel falsch zu machen.

Wie sieht es denn im Moment bei uns aus? Das Babykind bekam seit seiner Geburt neben der Muttermilch auch fast durchgehend Milch aus Pulver. Das gibt es auch jetzt noch, vor allem natürlich nachts. Niemand will nachts Gemüse dünsten.

Mit Beginn der Beikostphase wollten wir eigentlich gar keinen Brei füttern, sondern unser Kind an unserem „normalen“ Essen teilhaben lassen. Gibt es bei uns Kartoffeln, bekommt er auch Kartoffeln. Brei ist da ja eher die einfache Art, vor allem für die Eltern. Macht wenig Dreck, ist – vor allem aus dem Glas – schnell und einfach zubereitet und abwechslungsreich. Aber eben trotzdem nur Brei. Wie soll das Baby da lernen wie eine Kartoffel aussieht oder sich Brokkoli anfühlt?
Soweit der Plan.

Los ging es dann auch vielversprechend mit Gurke. Hundertmal Gurke am Tag. Am Anfang war nur lutschen, dann gingen die ersten Stücken ab.
Diese großen Stücke, die waren wirklich ein Problem. Jedes Mal sind wir fast gestorben vor Angst, wenn er sich wieder an solch einem Stück verschluckt hat. Das hat uns echt Kopfschmerzen gemacht. So sind wir dann doch zu Brei übergegangen. Dinkelbrei zum Anrühren.
So richtig glücklich waren wir und das Babykind damit aber nicht. Also probierten wir zwischendurch immer wieder „richtiges“, festes Essen. Und es wurde immer besser. So ein Kind scheint tatsächlich zu lernen :). Dank immer weniger Verschlucker gab es immer mehr feste Nahrung.

Inzwischen hat sich das Babyessen ganz gut eingespielt. Nach dem Aufstehen gibt es Obst, also zum Beispiel Apfel, wahlweise gerieben oder am Stück (Schale entfernen, damit er sich nicht daran verschluckt). Oder gequetschte Birne. Oder Banane als Stück. Toll daran ist, dass das Babykind sowohl mit Löffel als auch mit den Händen essen kann. Gequetschtes oder Geriebenes füttern wir mit dem Löffel, Stückiges nimmt er selbst.

Vor allem das ist für uns wirklich ein Vorteil gegenüber Brei. Das Babykind kann genau sehen und untersuchen, was er da isst. Er kann fühlen, drücken, anschauen und weiß so, was wie riecht und aussieht. Nicht nur Breieinerlei.
Wenn wir frühstücken, will er natürlich auch wieder essen. Futterneid ist kein Fremdwort! Also gibt es Brot, entweder nur mit Margarine oder auch Leberwurst und Käse. Schmeckt ihm alles.

Nachmittags bereiten wir dann etwas warmes Herzhaftes zu. Eine tolle Anschaffung dafür war ein Dünstgerät. Alles geht so recht fix. Gemüse klein schneiden, Wasser einfüllen, Timer stellen, fertig. So muss man nicht noch einen kochenden Topf mit Wasser beaufsichtigen. Außerdem ist das Dünsten eine sehr schonende Art der Zubereitung. Die Vitamine bleiben erhalten, das ist uns wichtig.
Auch beim warmen Essen gilt wieder: ein Teil wird zerdrückt, ein Teil als kleine Stücken verfüttert. Das Babykind liebt beides. Übrigens salzen oder süßen wir das Essen gar nicht. Manchmal isst das Baby auch das, was wir uns zubereiten. Dann kochen wir einen kleinen Teil extra und würzen unser Essen separat.

Natürlich sieht der Esstisch nach so einer Mahlzeit alles andere als sauber aus. Auch Stuhl, Boden und Kind müssen anschließend intensiv gereinigt werden. Aber man merkt seine Freude am Essen jedes Mal. Wir sehen, dass er sich mit den einzelnen Obst- und Gemüsesorten auseinandersetzt und so ist es die größte Schweinerei Wert.

Was das Babykind bisher aß:

Obst

  • Banane
  • Apfel
  • Mango (eindeutig seine Lieblingsfrucht. Einmal aß er fast eine ganze alleine auf)
  • Birne
  • Himbeeren
  • Kiwi

Herzhaftes

  • Gurke
  • Kartoffel
  • Reis
  • Brokkoli
  • Zucchini
  • Aubergine
  • Tomate
  • Möhren
  • Spinat
  • Avocado (er liebt sie. Wahrscheinlich weil seine Mama in der Schwangerschaft fast nichts anderes aß.)

Brot & Co.

  • Brot (noch ohne Rand)
  • Nudeln
  • Leberwurst
  • Käse

Unser Plan, auf Brei zu verzichten, ist bisher aufgegangen. Der nächste große Schritt wird sein, auf die Flaschenmilch zu verzichten. Aber das passiert, wenn es passiert.

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