Alltag
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Babyklamottenästhetik

Baby mit Schlafanzug

Man muss ja wirklich reich sein, um ein sabberndes, krümelndes und kleckerndes Baby gutaussehend anzuziehen.

Ich bin in vielen Dingen ein Minimalist. Ich mag kein Dekokrimskrams und liebe meine schlichten, weißen Kaffeetassen. Babyklamotten sind da oft ein Graus. Komische Farbkombinationen, hässliche Aufdrucke (ständig Bärchen, als wären das die niedlichsten Tiere der Welt) und achsowitzige Sprüche. Schlimm.

Es nervt mich, dass es in Läden bei uns im Umkreis nur genau solche Klamotten gibt. Oder die Alternativen richtig teuer sind. Wieso sollte ich für einen schlichten, schönen Babypullover 65€ ausgeben? Hallo? Der wird doch eh sofort beim nächsten Essen eingesaut und passt höchstens acht Wochen.

Natürlich kann man auch sagen: Ey, das ist ein kleines Baby, ist doch egal, was es an hat. Bisher hatten wir viele abgelegte Klamotten, die noch meine Geschwister und ich getragen haben. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das hat uns sehr viel Geld gespart. Nun kommen wir allerdings in Kleidungsgrößen jenseits der 74/80 und der Vorrat aus alten Zeiten wird merklich weniger.

Dem Baby ist in naher Zukunft natürlich egal, was es trägt. Ich aber muss es und sein Bärchen-Outfit den ganzen Tag ansehen. Da gibt es wirklich Schöneres.

An dieser Stelle deswegen ein Aufruf. Kennt denn jemand ein Babyklamottenlabel, das ganz schlichte Kleidung anbietet, die nicht zu Hippsterpreisen angeboten wird? Sowas muss es doch geben.

5 Kommentare

  1. Sehr nice. Du könntest aus meinem Alltag berichten 🙂 Unsere Klamotten sind auch schon von mehreren Babys getragen worden. Neulich hat mir meine Schwester unsere alten Klamotten überreicht: „Hier, hab ich vor dem Sperrmüll gerettet.“ Super! Ich bin ihr so dankbar… nicht. Eine Freundin betreibt einen fashion Blog (ja, ich habe auch diese Vorurteile, aber schau mal rein). Über die Preise der vorgestellten Labels kann ich nichts sagen: http://www.numade.de/kids/ Ansonsten, mach es wie Mutti. Bei Aldi kaufen, Label umnähen und fertig 😉

    • Christopher sagt

      Ha, herrlich. Das nächste mal musst du die ungewünschten Klamotten dann wohl verbrennen.

      Danke für den Link, da schaue ich mich mal um.

  2. Danke☺️!
    Nein, bitte nicht bei Aldi kaufen. Bei meiner Arbeit geht es unter Anderem darum auf kleine Labels, die nachhaltig produzieren aufmerksam zu machen und die Menschen vermehrt dazu zu bringen bei lokalen Unternehmen zu kaufen (okay, Aldi ist auch deutsch).
    Die meisten kleinen Labels kreieren keine Saison-Ware, dass heisst sie hält lange, kann eine Nummer grösser gekauft werden und wächst sogar oft mit. Die Produkte würde ich ehrlich gesagg auch nicht als ÜBERteuert bezeichnen. Die Preise sind oft hoch, aber das liegt eben an der fairen, regionalen Produktion. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Qualität immer besser ist als bei Billigware.
    Besonders für Einzelprodukte (Jacke o.Ä.) oder besondere Kleidung kann meiner Meinung nach immer bei kleinen, fairen Labels gekauft werden;-).

  3. Thomas sagt

    Wir kaufen die Klamotten meist auf Flohmärkten in den „guten Stadtteilen“. Da bekommst Du sehr stylische Markenklamotten (Pferdchen, Krokoil & Co.) für 1-10€ pro Teil. Diese sind super in Schuss, sehen gut aus und halten. Und im Falle eines unentfernbaren Flecks, tun die 10€ nicht weh (im Gegensatz zum Neupreis von 60€ aufwärts

  4. Marie sagt

    Ja das Problem kenn ich!
    „People wear organic“ hat viele schlichte (öko) Teile zu vernünftigen Preisen, zb 10 euro/body (zu kaufen zb über den avocadostore online).

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